Holzboden Innen

Holzboden Innen

Holzboden Innen- ob Massivdielen, Landhausdielen oder Parkett- ob roh zum selbst gestalten oder fertig behandelt, ob natur oder farbig, ob lackiert oder hochwertig geölt- bei uns ist alles machbar!

Holzböden begleiten den Menschen seit Urzeiten. Früher waren diese Böden auf Grund der allgemein üblichen Bauweise mit Holzbalkendecken nahezu ohne Alternative. Als Sichtbelag diente ein durchgehendes Brett- Diele genannt. Diese Dielen waren nur schwer zu bearbeiten, schlecht an individuelle Gestaltungswünsche anzupassen und verbrauchten viel hochwertiges Holz. Das Bestreben nach Alternativen war verständlicherweise groß. So entstand nach und nach der Parkettboden, der all diese Nachteile aufwog. Im Unterbau (Blindböden) konnte viel minderwertiges Material verwendet werden, der Sichtbereich konnte so mit kleinen bis kleinsten Holzstücken gestaltet werden. Die kunstvolle Ausarbeitung solcher Böden erlebte dann im Barock und Rokoko seine Blütezeit.

Seither ist es wieder um einiges schlichter geworden auf deutschen Fußböden. Diese sogenannten Tafel- und Intarsienparkette spielen bei Holzboden Innen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Sowohl die Diele erlebt eine riesige Renaissance- ob massiv oder mehrschichtig als sogenannte Landhausdiele- als auch das klassische Fischgrätparkett oder der Schiffsboden. Das sind dann auch die Themen, um die es sich hier bei uns am meisten dreht.

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Für einen hochwertigen Holzboden stehen folgende Varianten zur Auswahl

Kaufberater Holzboden

Welcher Boden kommt für mich in Frage?

Welcher Boden kommt für mich in Frage?

Die erste Frage bei der Auswahl eines Bodens lautet „Massivholz oder Mehrschicht“?

 

Dazu etwas grundsätzliches vorab: Holz arbeitet! Das bedeutet, dass bei trockener Umgebungsluft (Winter) das Holz schwindet, bei feuchter Umgebungsluft (Sommer) quillt es. Daraus leitet sich ab, dass bei großen Formaten inTrockenphasen breite Fugen entstehen, in feuchten Phasen entsteht Pressdruck. Entsprechend ist auch die Güte des Untergrundes und der Befestigung auf das Holzformat anzupassen. Um die Folgen dieser Bewegung, nämlich Fugen und Spannungen, zu vermeiden, hat man den mehrschichtigen Holzaufbau entwickelt. Durch die kreuzweise Verleimung der Holzschichten wird das arbeiten des Holzes weitgehend aufgehoben.

 

Die baulichen Gegebenheiten bestimmen maßgeblich, welche Variante zu wählen ist. Massivdielen funktionieren auf allen Untergründen aus Holz. Auf Balkendecken oder Unterkonstruktionen ist der Holzbelag tragend und damit ist ausschließlich massives Holz geeignet.

 

Für Allergiker ist massives Holz die erste Wahl!

 

Wenn es klassisches Parkett oder Tafelboden sein soll ist zu beachten, dass diese Böden stets fest verklebt werden. Der Untergrund muss dafür die entsprechende Eignung aufweisen.

Auf Fußbodenheizung sollten eher nur kleine Formate verlegt werden.

 

Wer sich an Fugen stört, sollte auf mehrschichtiges Material zurückgreifen.

 

Die Oberflächenbehandlung

Die Oberflächenbehandlung

Lack oder Öl?

Das lackieren von Holz ist der Versuch, mittels eines Kunststoffüberzugs den Neuzustand des Holzes zu konservieren. Von da an wird der Boden langsam abgenutzt und muss irgendwann saniert werden. Die natürliche Eigenschaft des Holzes, durch Feuchteaufnahme und -abgabe das Raumklima zu regulieren, ist weitgehend unterbunden. Vorteil: bei der Unterhaltspflege ist nur darauf zu achten, dass nicht zu feucht gewischt wird.

 

Durch ölen von Holzoberflächen möchte man die Natürlichkeit des Holzes bewahren und dabei einen gewissen Nässeschutz gewährleisten. Im Gegensatz zu lackierten Oberflächen müssen bei der Reinigung und Pflege drei Dinge beachtet werden. Es dürfen keine Microfasertücher verwendet werden (die wirken wie Schleifpapier), es muss der passende Unterhaltsreiniger verwendet werden und man sollte lieber öfter man saugen und fegen anstatt zu wischen. Da geöltes Holz mit seiner Umgebung in regem Ausrausch steht, verändert sich die Oberfläche im Laufe der Jahre mitunter kräftig. Das kann man aber auch als Vorteil sehen. Die Oberflächen bekommen „Patina“, sind kräftig, warm und gut anzufühlen. Alle Abnutzungen lassen sich bei normaler Pflege regenerieren. Oberflächenbearbeitungen wie bürsten, sägen, schroppen oder der Effekt einer Naturtrocknung bzw. „used look“- Oberfläche macht nur Sinn in Verbindung mit einer geölten Oberfläche.

 

Damit wären wir schon beim nächsten Thema, nämlich

Welche Oberflächenbearbeitung ist wofür geeignet?

Welche Oberflächenbearbeitung ist wofür geeignet?

Mit der Oberflächenbearbeitung kann ich zwei Dinge beeinflussen:

zum einen die Empfindlichkeit des Bodens. Je glatter und homogener eine Oberfläche ist, desto empfindlicher ist sie. Umgekehrt bedeutet das, je gröber die Oberfläche verändert wird, desto unempfindlicher wird der Boden gegen Kratzer und Schmutz.

 

Diese Systematik ersetzt weitgehend die Zuordnung hartes Holz= für hohe Belastung und weiches Holz= für geringe Belastung geeignet!

Wurde früher stark belasteten Flächen beispielsweise eine Eiche zugeordnet, würde eine extrem gebürstete oder gar gehackte Fichte den gleichen Zweck erfüllen und es ist mit der gleichen Lebensdauer zu rechnen.

Zum anderen dienen diese Bearbeitungen der Gestaltung. Hier gilt, je gröber die Bearbeitung ist, desto mehr verbindet sich der ursprüngliche Holzausdruck mit der Bearbeitung zu einer neuen Komponente.

Holzart, Farbe, Sortierung und Format

Holzart, Farbe, Sortierung und Format

Früher mussten wir davon abraten, Holzböden zu färben. Die Farbentwicklung war unkalkulierbar und verlief meist unschön. Beschädigungen waren kaum auszubessern und blieben sehr auffällig. Die Farbe eines Bodens wurde durch die Holzart bestimmt, die Holzart durch den Verwendungsbereich.

Heute ist das anders. In Verbindung mit Öloberflächen funktioniert das färben sehr gut und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Folgende Grundsätze gelten:

farblos behandeltes Holz ist ausdruckstark. Der Ausdruck steigt mit zunehmender Lebendigkeit, also Sortierung wie auch mit der Größe der einzelnen Holzstücke

Sortierung rustikal, XXL Format ⇒extrem ausdruckstark

Sortierung perfekt, S Format ⇒zurückhaltend

Pigmente nehmen das Holz zurück, helle mehr und dunkle weniger.

 

Fazit für die Auswahl Ihres Holzbodens

Denken Sie an Ihre Einrichtung und überlegen, welcher Teil die Dominanz erhalten soll: Boden oder Möbel

Sind die Möbel schlicht oder die Räume groß und locker möbliert, kann der Boden das ausdruckstarke Element sein. Sie können dann, wenn es Ihrem Geschmack entspricht, Naturtöne in lebhafter Sortierung und großen Formaten wählen und die Oberflächenbearbeitung der zu erwartenden Beanspruchung anpassen.

 

Haben die Möbel bereits erhebliche Strahlkraft, dann empfehlen wir, den Boden im Ausdruck zurückzunehmen. Wählen Sie dafür eine eher ruhige Sortierung, mehr oder weniger starke Pigmentierung und eher kleinere Formate. Bei der Oberflächenbehandlung sollte man es dann mit einer leichten Bürstung gut sein lassen.

Je nach Geschmack lassen sich meist auch die unterschiedlichen Attribute kombinieren.

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