Thermoholz-wissenswertes

 

Thermoholz-wissenswertes: Verfahren

Rohmaterial für Thermoholz ist überwiegend Laubholz aus heimischen Wäldern – derzeit vor allem Eiche, Esche, Pappel, Ahorn und Buche,aber auchNadelhölzer wie Kiefer und finden Verwendung. Grundsätzlich können praktisch alle Hölzer des deutschen Waldes mit einem der Wärme- Spezialverfahren veredelt werden.

Derzeit erhältlich: Eiche, Esche, Pappel, Ahorn, Kiefer–  weitere Holzarten auf Anfrage

Wärmebehandlung: Nach der Standardtrocknung wird das Schnittholz mittels Spezialwärmebehandlung für etwa 3 Tage in materialschonenden Sonderanlagen auf bis zu 210 C° erwärmt. Dadurch verändern sich die physikalischen Eigenschaften und die innere Struktur des Holzes nachhaltig. Die Thermo-Spezialbehandlung (eine Weiterentwicklung der im Nadelholzbereich schon länger angewandten thermischen Behandlung) wandelt dabei die zuckerartigen sowie die Wasser anziehenden Bestandteile des Holzes dauerhaft um.

Das Ergebnis ist ein Holz, das „Holz-Zersetzern“ wie Pilzen, Insekten & Co. keinen Lebensraum und keine Nahrung mehr bietet – und deshalb besonders lange haltbar bleibt. Das so behandelte Schnittholz bekommt außerdem – je nach Verfahrensintensität und Holzart in unterschiedlicher Ausprägung – eine attraktive dunkle Farbtönung, die das komplette Material durchdringt.

 

Was bewirkt das?

pro Regenwald

Mit der Entscheidung für thermisch behandeltes, einheimisches Holz tragen Thermoholz-Kunden zum Erhalt der letzten natürlichen Regenwälder bei, weil die Einschlagmengen in diesen kostbaren Ökotopen reduziert werden können.

Regenwaldzerstörung
Regenwaldzerstörung

Dazu sollten Sie Folgendes wissen:

  • Tropischer Regenwald zählt zu den wertvollsten Ökosystemen unserer Erde. Seltene Tiere wie Orang Utan, Tiger und viele andere finden hier letzte Rückzugsräume, das Genreservoir ist einzigartig und noch lange nicht zu Ende erforscht – und die natürlichen Pflanzengemeinschaften der Tropen wirken außerdem als Luftfilter und Klimapuffer unserer Erde.
  • Mit Thermoholz steht mittlerweile eine Alternative zur Verfügung, die in ihren Eigenschaften durchaus mit natürlich gewachsenem Tropenholz mithalten kann, diese zum Teil sogar übertreffen.
  • Fast überall dort, wo – wegen der spezifischen Produktanforderungen – bisher Tropenholz zur Anwendung kam (von der Terrassendiele bis zum Gartenmöbel oder Fensterrahmen…) kann künftig Thermoholz aus heimischen Wäldern eingesetzt werden. Zudem kommt Thermoholz auch noch optisch den Tropenhölzern nahe.

Thermoholz-wissenswertes: Warum Thermoholz?

pro Deutscher Wald

Mit dem Kauf von Laubholz aus Mitteleuropa stärken Sie als Thermoholz-Kunde die nachhaltige Bewirtschaftung heimischer Wälder, verhindern Monokulturen und sichern hier in Deutschland kostbare Arbeitsplätze.

Deutscher Mischwald

Dazu sollten Sie Folgendes wissen:

  • Der deutsche Wald wächst jährlich um mehr als 80 Mio. Festmeter – davon werden derzeit ca. 50 Mio. Festmeter in Deutschland genutzt, 10 Mio. Festmeter werden exportiert. D.h. die Nachfrage entspricht derzeit nicht dem potenziellen Angebot – große Mengen kostbaren inländischen Holzes finden aktuell keine nachhaltige Nachfrage und laufen deshalb Gefahr im Wald zu verrotten oder rein thermisch (als Feuerholz) verwertet zu werden. Doch dafür ist dieses Holz eigentlich zu schade! Für die heimischen Laubholzarten Buche und Esche lässt sich die aktuell ungenügende Nachfrage aber nun entscheidend steigern, weil diese Holzarten durch Thermoholz als Tropenholzersatz wieder marktfähig werden.
  • Als bezahlbare Tropenholzalternative mit vergleichbaren Produkteigenschaften schafft Thermoholz in dieser Situation interessante neue Einsatzmöglichkeiten für heimisches Laubholz – als Terrassen- oder Bodenbelag, für Fassaden, Fenster, Türen, Möbel und als Konstruktionsholz.
  • Nadelwaldmonokulturen müssen also nicht sein (schließlich gibt es mit Thermoholz neue Einsatzbereiche und Märkte für heimisches Laubholz) und Tropenholzimporte könnten zugleich drastisch reduziert werden. Denn ökologisch wertvolle Mischwaldkonzepte bekommen hier vor Ort eine neue ökonomische Zukunft!
  • Für den steigenden Heizholzbedarf bleibt selbst bei steigender Holznutzung immer noch genügend Material übrig – aus Thermoholz-Resten lassen sich schließlich Brettabschnitte, Briketts und Hackschnitzel gewinnen. Die bei der Thermoholz-Erzeugung ausfallenden Holzgase lassen sich zudem in Kreislaufsystemen einsetzen und unterstreichen bei alldem noch den ökologischen Anspruch des Gesamtprojektes.

Ebenfalls sehr wichtig: Durch Thermoholz können hier in Deutschland kostbare Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten werden. In unserer Forstwirtschaft, in den hiesigen Sägewerken und nicht zuletzt in der gesamten  holzverarbeitenden Wirtschaft.

Mehr zu regionaler Holznutzung: Holz von Hier

Weitere Info im Downloadbereich oder direkt: Infoblatt Thermoholz; Thermoholz Verarbeitungshinweise

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